Effektive Mikroorganismen (EM)
kennen lernen
1. WAS IST EM?
Was EM ist und die
Wirkung von EM
2. Funktion
Was bewirken Effektive
Mikroorganismen?
Das
Dominanzprinzip
Das
Fermentationsprinzip
Das
Antioxidationsprinzip
3. Einsatzgebiete
a) EM im
Haushalt und Garten
b) EM in
Gewässern
c) EM in der
Abfall und Abwasserwirtschaft
d) EM in der
Landwirtschaft
e) EM in der
Tierhaltung
Was ist EM?
DAS GEHEIMNIS DER EFFEKTIVEN MIKROORGANISMEN: ÖKOLOGISCH, EFFEKTIV.
Vor ca. 30 Jahren wurde auf Okinawa (Japan) eine Mischung von
Mikroorganismen entwickelt, die sich als großartige Hilfe in
vielen Bereichen unseres Lebens erwiesen hat. Diese Mischung Effektiver
Mikroorganismen wird als EM bezeichnet und besteht aus den
verschiedenen Arten von Mikroorganismen, die in der Natur gesammelt und
in spezifischer Weise gezüchtet wurden.
Die wichtigsten Mikroorganismen in EM sind:
Milchsäurebakterien, Hefen und Photosynthesebakterien.
Etliche dieser Mikroorganismen sind schon lange in
der Medizin- und Lebensmittelindustrie bekannt und für Mensch,
Tier (z.B. Pferde),
Pflanze, Boden und
Wasser äußerst nützlich. Selbstverständlich wurden
die Effektiven Mikroorganismen nicht genetisch bearbeitet. Die
vollkommene Ungefährlichkeit und Sicherheit von EM hat sich in den
vielen Jahren durch verschiedenste Forschungen sowohl in Japan als auch
anderswo immer wieder bestätigt.
Die Wirkung effektiver Mikroorganismen
EM beeinflusst die mikrobielle Umwelt in der
Art, dass die regenerativen Mikroorganismen vorherrschend werden.
Dadurch wird eine Umwelt geschaffen, in der Mikroorganismen mittels
Fermentation eine positive Rolle in Bezug auf Pflanzenwachstum,
Pflanzenqualität und Bodenfruchtbarkeit spielen. Fermentativer
Abbau wird stimuliert, wodurch Fäulnis verschwindet, d.h. ein
Boden, in dem die regenerativen Mikroorganismen vorherrschen, kann
optimale Ergebnisse schaffen, Krankheiten unterdrücken und
qualitativ höherwertige Produkte erzeugen.
Die Anwendung von Effektiven
Mikroorganismen findet sowohl in der konventionellen Landwirtschaft als
auch bei Biobauern äußerst großen Anklang.
Durch den Einsatz von EM können Düngerkosten gesenkt und kann
mit der Zeit Verunkrautung vermindert werden. Da die Effektiven
Mikroorganismen vor allem im anaeroben Bereich arbeiten, sind sie
besonders dort einsetzbar, wo Probleme mit Fäulnis, Gestank und
Verschlammung auftreten.
Die Effektiven Mikroorganismen finden Einsatz im Ackerbau,
Gemüsebau, Obstbau und Weinbau. Darüber hinaus trägt EM
in Teichen, Biotopen und Fischgewässern sehr zur
Verbesserung der Wasserqualität sowie zum Abbau von Schlamm bei.
Die Mikroorganismen in EM schaffen es, Fäulnis, die durch das
Absetzen verschiedener organischer Materialien wie Blätter, Algen,
Blütenpollen, Samen, Fischfutter etc. entsteht, umzuwandeln. Die
Wasserqualität wird dadurch optimiert und es herrscht ein
hervorragendes Milieu zur Aufzucht von Fischen.
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2. Funktion
Was bewirken
Effektive Mikroorganismen?
EM
beschleunigen die Umsetzung organischer Materialien und verhindern
Fäulnis.
EM
beleben den Boden und erhöhen die Aktivität der
Bodenlebewesen.
EM
verbessern die Erwärmung im Frühjahr und die
Speicherkapazität des Bodens.
EM
verringern die Keimdauer und fördern die Wurzelbildung.
EM
reinigen Wasser.
EM
reduzieren umweltrelevante Schadgase und beseitigen schlechte
Gerüche.
Effektive Mikroorganismen können in
allen Bereichen des Lebens eingesetzt werden, in denen organische
Materialien verarbeitet oder aufgebessert werden, z.B. in Haus
und Garten, bei Biotopen und Badeteichen, in der Fischzucht, in der
Viehzucht (z.B. Kälber) und im Ackerbau, in Güllegruben, in
Abfallanlagen, auf Kompostplätzen, in Kläranlagen und
auf Klärschlammdeponien, in der Industrie usw. - die
Funktionen Effektiver Mikroorganismen sind vielfältig.
Das Dominanzprinzip
Es gibt im Allgemeinen drei Arten von
Mikroorganismen:
abbauende/degenerative
/fäulnisbildende Mikroorganismen
neutrale
- opportunistische - Mikroorganismen
aufbauende
regenerative/fermentaktive Mikroorganismen
Die Effektiven Mikroorganismen lassen sich
unter dem regenerativen Typus zusammenfassen. Sie können
direkt und indirekt bei allen Substanzen Fäulnis verhindern und
somit Lebendiges und die Umwelt gesund erhalten.
Der degenerative Typus der Mikroorganismen verhält sich genau
entgegengesetzt zum regenerativen. Die neutralen Mikroorganismen bilden
die größte Gruppe und folgen nach dem sogenannten
Dominanzprinzip jener Gruppe, die in einem System vorherrschend
ist. Wenn wir also ein Milieu schaffen, in dem die regenerativen
Mikroorganismen vorherrschend sind, folgen diese neutralen dem
Aufbauprozess. Der Einsatz von EM Effektiven Mikroorganismen
eröffnet daher in vielen Lebensbereichen völlig neue
Dimensionen.
Das Fermentationsprinzip
Mit Fermentation oder Fermentierung (lat.
fermentum: Sauerteig) bezeichnet die Biotechnologie die Umsetzung von
biologischen Materialien mit Hilfe von Bakterien-, Pilz- oder
Zellkulturen oder aber durch Zusatz von Enzymen (Fermenten).
So lassen sich z.B. medizinisch interessante Produkte wie Insulin,
Hyaluronsäure und eine Vielzahl von Antibiotika wie z.B.
Penicillin mit Hilfe von Mikroorganismen großtechnisch in
Bioreaktoren synthetisieren.
Mikroorganismen sind in der Lage, Stoffe zu bilden, die sich auf rein
chemischem Wege nur sehr schwer bzw. gar nicht herstellen lassen. Bei
der Fermentation effektiver Mikroorganismen entstehen im Gegensatz zur
Fäulnis stark antioxidative, lebensfreundliche Substanzen (Enzyme,
Vitamine, Aminosäuren, bioaktive Substanzen, …) und keine
lebensfeindlichen Stoffwechselprodukte (wie Ammoniak, Lachgas, Methan,
…).
Das beste Beispiel für Fermentation
ist die Herstellung von Sauerkraut. Bei diesem Vorgang wird
aus dem in seiner Rohform Vitamin-C-armen Weißkohl eine
Vitamin-C-reiche Nahrung hergestellt. Dies bewirken die fermentaktiven
Bakterien, in diesem Fall vor allem Milchsäurekulturen.
Das Antioxidationsprinzip
Die Antioxidantien in den Effektiven
Mikroorganismen sind in Lage, freie Radikale zu neutralisieren, und
fördern ein regeneratives Milieu.
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