Zuckerrüben – Pflanzen Vitalkonzept

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Herausforderung Schädlinge

  • Nematoden – Rübenzystennematoden

Rübenzystennematoden (lat. heterodera schachtii) treten besonders häuftig in einer zu engen Fruchtgolfe von Rüben und / oder in Kombination mit Raps auf. Außerdem auf besonders warmen Böden. Rübenzystennematoden bilden an den Wurzeln kleine erst weiße dann gelb-braune Zysten. Larven und Eier in Zysten bleiben über Jahre lebensfähig. Die Pflanzen fallen oft durch schnelles Welken z.B. an heißen Tagen oder zur Mittagszeit auf. Zudem haben die Pflanzen ein dichtes Wurzelgeflecht (auch “Wurzelbart”).

  • Rübenkopfälchen / Stängelälchen

Rübenkopfählchen (lat. ditylenchus dipsaci) sorgen für Verduckungen und Verdrehungen der Keimblätter. Durch den Befall bekommen die Rüben, bei nassem Wetter oder bei der Einlagerung, schnell Fäule. Außerdem ist ein Befall oft erst sichtbar, wenn es zur Ernte kommt und die Zuckerrüben an der Bodenoberfläche schwarz verfärbte Stellen aufweisen.

  • Blattläuse

Blattläuse sitzen auf der Blattunerseite und saugen von dort aus an den Blättern. Dadurch schwächen sie die Pflanze und können Viruserkrankungen (z.B. Vergilbungskrankheit) übertragen. Zwei bekannte Arten sind die grüne Pfirsichblattlaus (lat. mycus persicae) und die schwarze Rübenlaus (lat. aphis fabae). Zu beobachten ist ein Schaden an den Blättern. Das Blattwachstum kann behindert werden und die Blätter, auch bei jungen Rüben, zeigen Kräuselungen (u.a. auch der Herzblätter).

  • Drahtwürmer

Drahtwürmer (lat. agriotes spp.) schaden der Pflanze an den Wurzeln, wo faserig durchgebissene Wurzeln zu beobachten sind. Nach dem Auflaufen welken die Rüben schnell und vertrocknen durch den Schaden. An älteren Rübenpflanzen können ringförmige Vertiefungen entstehen.

  • Springschwänze und Kugelspringer

Springschwänze (lat. onychiurus) leben unterirdisch und können durch Fraßschäden einen lückigen Aufgang oder das Welken von Jungpflanzen verursachen. Kugelspringer (lat. sminthuriden) leben oberirdisch und nagen an der Blattunterseite. An den Fraßstellen vernarben die Pflanzen und weisen grauweiße Flecken auf.

  • Rübenfliege

Die Rübenfliege (lat. pegomya betae) legt Anfang Mai an den Blättern ihre Eier an der Blattunterseite ab. Die schlüpfenden Maden bohren sich anschließend in das Blatt und verursachen Fraßschäden. Der Schaden ist durch dünne Fraßgänge an den ersten Keim- oder Laubblättern zu erkennen. Sollten Fraßgänge zusammentreffen können einzelne Blattpartien absterben. Im Juli / August können auch Schäden an älteren Blättern auftreten, mit den gleichen Merkmalen.

Herausforderung Krankheiten

  • Cercospora

Cercospora (lat. cercospora beticola) ist eine Pilzkrankheit, die an als erstes an den Blättern auftritt und später auch an den Blattstielen. Dabei können runde, hellgraue Flecken beobachtet werden mit einem rotbraunen Rand (erst einzeln, später ineinander fließend). Stark befallene Blätter verfärben sich erst gelb und werden anschließend braun und sterben ab. Die Pflanze reagiert darauf und bildet neue Blätter, die dann erneut befallen werden und auch absterben.

  • Echter Mehltau

Der echte Mehltau (lat. erysiphe betae) bildet an den unteren, älteren Blättern einen weißen Belag der mehlig aussieht. Dort befinden sich Pilzfädn und Sporten die später auch auf dem gesamten Blatt zu finden sein können. Mit der Zeit werden die Blätter der Rübe gelb und vertrocknen.

  • Rübenrost

Rübenrost (lat. uromyces betae) ist meistens ab Ende etwa Juli zu finden. Auf den Blättern bilden sich kreisrunde Pusteln. Diese reißen mit der Zeit auf, wodurch die Sporenmasse mit der typischen Rostfarbe frei wird. Anschließend können Blätter die zu dicht von dem Rost befallen sind welken und vertrocknen.

  • Späte Rübenfäule

Bei der späten Rübenfüle (lat. thanatephorus cucumeris, rhizoctonia solani) beginnen ab ca. Anfang August die Blätter zu welken. Dabei sind an den Blattstielen dunkelbraune Flecken zu beobachten. Die Pflanze reagiert darauf, indem sie neue Blätter bildet. Unterhalb der Bodenoberfläche können braun verfärbte und trockene Stellen beobachtet werden (Faulstellen).

  • Wurzelbrand

Wurzelbrand (lat. phoma betae) ist eine Pilzkrankheit die nach dem Auflaufen der Jungpflanzen auftritt. Dabei werden die Blätter gelb und trocknen ein. Anschließend fallen die Pflanzen um und an den Wurzeln sind typische schwarze Verfärbungen erkennbar mit weißen Einschnürungen.

Was tun, um Schädlinge und Krankheiten vorzubeugen?

Anwendungsmöglichkeiten:

  1. Saatgut beizen als natürlicher Schutz
  2. Jungpflanzenbehandlung
  3. Blatt- und Bodenbehandlung zur Steigerung von Ertrag und Erntequalität
  4. Gülle- / Jauche- / Mistbehandlung zur optimalen Verwertung von Wirtschaftsdünger
  5. Behandlung der Ernterückstände zur Verhinderung von Fäulnisbildung

1. Saatgut beizen als natürlicher Schutz

Vorteile durch das Beizen vom Saatgut:

  1. Verkürzt Keimdauer
  2. Erhöht Keimfähigkeit
  3. Gleichmäßiger Aufgang der Saat
  4. Optimales Milieu an der Oberfläche vom Saatgut
  5. Erhöht Photosyntheseleistung der Pflanzen

Dafür wird 25l Mutzke Start mit 25 Liter Wasser als Säschlitzbehandlung dazugegeben.

2. Jungpflanzenbehandlung

Durch die Behandlung von Jungpflanzen können diese schon optimal ab dem Jungstadium gefördert werden. Dadurch haben die Pflanzen die Möglichkeit optimal Wurzeln auszubilden und anschließend genug Kraft um sich um Blatt und Fruchtbildung zu kümmern.

3. Blatt- und Bodenbehandlung zur Steigerung von Ertrag und Erntequalität

Im Frühjahr wird die Basis für eine optimale Ernte gelegt. Dabei können die Pflanzen schon im frühen Blatt-Stadium unterstützt werden, sodass sie eine optimale Photosyntheseleistung und optimale Wurzelbildung erreichen. Gesunde Böden und Pflanzen haben einen optimalen Wasserhaushalt, sodass alle Pflanzen die auf dem Boden wachsen immer genug Wasser zur Verfügung haben. Durch die Anwendung sind die Pflanzen optimal auf den Winter vorbereitet.

Blatt- und Bodenbehandlungen fördern nachhaltig den Humusaufbau. Außerdem wird das Bodenleben gefördert.

Eine Blattbehandlung besteht aus 6l Mutzke Blatt kombiniert mit 3kg Mutzke Calcium (mit 300l Wasser /ha). Angewendet wird eine Blattbehandlung ab dem 2-4-Blatt-Stadium alle 10-14 Tage mit 4 Wiederholungen.

4. Gülle- / Jauche- / Mistbehandlung zur optimalen Verwertung von Wirtschaftsdünger

Durch den Einsatz von u.A. Mutzke Boden (50l / ha) wird:

  1. Die Fäulnisbildung reduziert
  2. Abbau / Umwandlung von organischer Substanz gefördert
  3. Gülle enthält wesentlich weniger Faulstoffe
  4. Geruch beim Ausbringen reduziert
  5. Weniger Faulstoffe werden in die Luft abgegeben

5. Behandlung der Ernterückstände zur Verhinderung von Fäulnisbildung

Oft bilden sich nach der Ernte Pilze. Diese sind dann in den Pflanzenrückständen und im Boden. Dadurch wird schon die Folgefrucht im Folgejahr negativ beeinflusst. Durch die Anwendung vom Pflanzen Vitalkonzept wird die Fäulnisbildung merklich gemindert.

Dafür wird nach der Ernte 50l Mutzke Boden mit Ernterückständen oder Begrünungen auf die Flächen gebracht. Diese Menge kann z.B. mit dem Wirtschaftsdünger ausgebracht werden.

Feldversuch

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